Wärmepumpe statt Erdgas im Altbau – So betreiben wir vorausschauendes Risikomanagement in Strehla

Ein voll funktionsfähiger Erdgasanschluss liegt direkt am Haus – und trotzdem setzen wir bei der energetischen Sanierung zu 100 % auf Wärmepumpen. Ist uns da ein fataler Planungsfehler unterlaufen?
Ganz im Gegenteil: Für uns ist es eins unserer liebsten Vorzeigebeispiel für smartes Risikomanagement im Anlagenbetrieb, mit dem wir heute schon an morgen denken.
Die aktuelle Gesetzeslage und die kontinuierlich steigende CO2-Bepreisung machen die Energieplanung, insbesondere für Mehrfamilienhäuser und Bestandsgebäude, immer komplexer. Der naheliegende Weg über günstiges Erdgas kann je nach Bedarf durchaus sinnvoll - und manchmal gar nicht anders umsetzbar - sein, aber bei unserem Projekt im sächsischen Strehla haben wir uns bewusst dagegen entschieden und konsequent auf die Zukunft gesetzt.
Und haben dabei mal eben bewiesen, dass ein sanierter Altbau heute genauso effizient heizen kann wie ein Neubau - und dabei sogar vollkommen ohne fossile Brennstoffe auskommt.
Wie wir das möglich gemacht haben? Mit dem richtigen Konzept.
Das Projekt in Strehla: Besser statt neu
Wer unsere ESAM-Projekte schon länger verfolgt, weiß, dass unsere Überzeugung lautet: Wir machen’s besser statt neu.
In der praktischen Umsetzung bedeutet das: Wir schauen uns genau an, was bereits vorhanden ist, wo welcher Bedarf besteht und wie wir diesen am effizientesten decken können - und unseren Projektpartner damit jederzeit sicher mit Energie und Wärme versorgen.
Im Mehrfamilienhaus in Strehla ergab unsere Untersuchung der Ausgangslage zunächst die naheliegendste Möglichkeit, den vorhandenen Erdgasanschluss zu nutzen. Aber nicht nur für uns, sondern auch im engen Austausch mit unserem Projektpartner stand von Anfang an fest, dass wir uns gegen das Gas entscheiden.
Ein wesentlicher Faktor für den Gebäudeeigentümer waren hierbei die klaren Fördervorgaben, denn der vollständige Verzicht auf Erdgas wird mit attraktiven Zuschüssen belohnt.
Getreu unserem ESAM-Motto „Besser statt neu“ haben wir daraufhin eine durchdachte Infrastruktur geschaffen, die langfristige Preissicherheit garantiert und den Altbau fit für eine lange, nachhaltige Zukunft macht.
Praktisch umgesetzt
Um das Gebäude komplett von fossilen Brennstoffen zu entkoppeln, haben wir eine bedarfsgerechte, individuell genauestens abgestimmte Lösung mit modernster Anlagentechnik implementiert:
→ Heizzentrale: Die Beheizung des Gebäudes erfolgt hocheffizient über zwei leistungsstarke Luft-Wasser-Wärmepumpen (jeweils 20 kW Leistung) des Premium-Herstellers Wolf.
→ Wärmeverteilung: Um mit möglichst niedrigen und damit effizienten Vorlauftemperaturen arbeiten zu können, haben wir das Mehrfamilienhaus mit einer flächendeckenden Fußbodenheizung ausgestattet.
→ Warmwasserbereitung: Die Warmwasserbereitung des Trinkwassers wurde von der Raumheizung entkoppelt. Stattdessen wird sie wird über zwei separate Trinkwarmwasser-Wärmepumpen des Herstellers Dimplex mit jeweils 280 L Speicherinhalt sichergestellt.
Das Ergebnis: Maximale Risikominimierung, maximale Förderung
Dass es sich lohnen kann, auf die naheliegendste und scheinbar einfachste Lösung zu verzichten, zeigt das erfolgreiche Ergebnis unseres Projekts:
Unser Projektpartner profitiert nun nicht nur von einer zukunftssicheren Wärmeversorgung, die nicht von unvorhersehbaren Preisschwankungen am Gasmarkt oder steigenden CO2-Steuern abhängig ist.
Gleichzeitig konnte er durch den ambitionierten Umstieg auf hundertprozentige erneuerbare Umweltwärme die staatlichen Förderungsmöglichkeiten maximal ausschöpfen.
Die Investition rechnet sich damit gleich doppelt: ökologisch und betriebswirtschaftlich.
Für die Zukunft bauen
Für die Zukunft bauen bedeutet für uns als Contracting- und Energiepartner: Lieber heute richtig und mit Weitblick planen, als in fünf Jahren doppelt zahlen.
Wir freuen uns, dass wir mit Projektpartnern wie dem Mehrfamilienhaus in Strehla an einem Strang ziehen und gemeinsam dafür sorgen, die Region langfristig nachhaltig zu versorgen.
Dieses Projekt beweist wieder einmal, dass die Wärmepumpe auch im Altbau eine hochgradig wirtschaftliche und technisch einwandfreie Lösung ist, wenn das Gesamtkonzept stimmt.
Stehen Sie in Ihrem Bestand aktuell vor einer ähnlichen Entscheidung?
Überlegen Sie noch, ob Sie auf fossile Energieträger setzen oder den Schnitt zur Wärmepumpe wagen sollen? Kontaktieren Sie uns. Unsere Experten analysieren Ihre Liegenschaft und entwickeln ein wirtschaftlich rentables, zukunftssicheres Energiekonzept für Ihr Gebäude.


